R-10.10.2026 - Elphier Quartett Haiou Zhang - Kulturkreis Stade

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Internationale Musikfestspiele Süderelbe 2026
Elphier Quartett & Haiou Zhang








10 Oktober 2026
INFO, PREISE & MEHR

















Übersicht


Sonntag
12.04.2026
17:00 Uhr
Konzerteinführung  18:45 Uhr              
Rathaus Stade
Könicksmarcksaal

Preise
Mitglieder                         28,00 €
Gäste                                25,00 €
Schüler*innen/Studierende   18,00 €

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FESTIVAL EDITION 140.  TODESTAG VON FRANZ LISZT (1886-2026)

ABSCHLUSSKONZERT

„Gipfeltreffen der Kammermusik“
In Kooperation mit der Hansestadt Stade
Internationale Musikfestspiele Süderelbe 2026

Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquintett F-Dur Op. 135

Franz Liszt (1811-1886)
Mephisto Waltz
(arr. S. Devich)
-Pause-

Robert Schumann (1810-1856)
Klavierquintett Es-Dur, Op. 44

Franz Liszt war ein großer Verehrer von Beethovens Spätwerk, das durch seine experimentellen und visionären Züge, wie in den letzten Quartetten und Klaviersonaten, wegweisend für die Moderne war, während Liszt durch seine virtuosen Klavierbearbeitungen (Transkriptionen), besonders der Sinfonien, diese Werke für ein breiteres Publikum zugänglich machte und seine eigene spätere, freiere, fast atonale Tonsprache (z.B. in "Nuages gris") entwickelte, die ebenfalls von Beethovens späten Innovationen inspiriert war.

Beethoven wagte in seinen letzten Jahren kühne, fast abstrakte Wege (z.B. in den letzten Streichquartetten, der Großen Fuge), die damals als "wunderlich" galten. Liszt setzte diese Tradition fort. Sein eigenes Spätwerk zeigte eine radikale Abkehr von seinem früheren Stil, mit Werken wie Nuages gris und Bagatelle sans tonalité, die die Atonalität vorwegnahmen und Komponisten wie Debussy beeinflussten.

Robert Schumanns Klavierquintett op. 44 ist ein Schlüsselwerk der romantischen Kammermusik, das Liszt bewunderte und Schumann zur Komposition anregte, obwohl die Beziehung zwischen Schumanns Frau Clara später von Spannungen geprägt war, was zu Missverständnissen führte, aber das Quintett selbst, das eine "Tragödie" und "triumphale" Momente vereint, blieb ein Favorit von Clara Schumann und ein einflussreiches Werk für nachfolgende Generationen.

Satztechnisch strebte Robert Schumann einen pastosen Mischklang aus Flügel und Streichern an: voluminöse Klavierakkorde und Streichertremoli mischen sich zu Beginn in orchestraler Weise. Außerdem huldigt das Werk der romantischen Hochkultur im Leipzig der 1840er Jahre, sprich: dem Stilideal Mendelssohns, den auch Robert Schumann abgöttisch verehrte und der an zwei Stellen entscheidend in die Konzeption des Quintetts eingriff.

Insofern hatte Franz Liszt durchaus recht, als er 1848 das Schumann-Quintett “leipzigerisch” nannte. Der spöttische Ton dieser Bemerkung löste jedoch – ein halbes Jahr nach Mendelssohns Tod – bei den Schumanns Bestürzung aus. Es kam zum Zerwürfnis zwischen Schumann und Liszt. Die Grenze zwischen jenem “leipzigerischen” Akademismus, den Liszt verspottete, und der tief-innerlichen Klangpoesie Schumanns verläuft genau in der Mitte des Quintetts. Den ersten und zweiten Satz bewunderten Liszt, Wagner und Tschaikowsky, das von Mendelssohn beeinflusste Scherzo und das fugierte Finale hingegen war für sie unerträglich.


Haiou Zhang | Klavier

Haiou Zhang zählt aktuell zu den erfolgreichsten Pianisten seiner Generation. Er ist seit vielen Jahren auf den Bühnen der renommiertesten Konzerthäuser der Welt zu Gast und arbeitet mit internationalen Orchestern und Dirigent:innen zusammen.

In der Piano-Fachwelt gilt er als ein Musiker, der sich den Ruf als „Klangmagier“ erarbeitet hat.

Daraus resultieren wiederholt Einladungen zu Konzerttourneen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Weltweit erhält der Ausnahmepianist große Anerkennung, mit seinem Klavierspiel sorgt er für Gänsehaut beim Publikum und lässt die Kritiker schwärmen..




Elphier Quartett

Das Elphier Quartett wurde 2016 in Hamburg gegründet. Jede der vier Musiker:innen bringt einen ganz eigenen kulturellen Hintergrund mit. Ein verbindendes Element hingegen ist die Zugehörigkeit zum NDR Elbphilharmonie Orchester.

Das Elphier Quartett hat sich intensiv mit dem sogenannten Kernrepertoire der Streichquartettliteratur auseinandergesetzt und konzentriert sich heute auf die Aufführung selten gespielter Werke klassischer, romantischer und zeitgenössischer Komponisten.


Mit dem Pianisten Haiou Zhang verbindet das Quartett eine intensive musikalische Freundschaft, die sich in zahlreichen gemeinsamen Konzerten und Festival Auftritten zeigt.

Zuletzt arbeitete das Elphier Quartett mit dem renommierten Komponisten und Dirigenten Esa-Pekka Salonen an dessen Stück Homunculus, das es im Februar 2023 im Großen Saal der Elbphilharmonie aufführte. Ein weiteres wichtiges Projekt im Jahr 2023 war die Uraufführung eines neuen Werks „Synthesis ad lib“, das der aufstrebende Dirigent und Komponisten Petr Popelka komponiert hat.

Regelmäßig wird das Quartett von der international gefeierten Pianistin Anna Vinnitskaya begleitet, mit der das Ensemble 2022 unter anderem das Klavierquintett von Mieczyslaw Weinberg aufgeführt hat.

Als Preisträger vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe haben die Mitglieder des Elphier Quartetts bereits für verschiedene Rundfunkanstalten und Fernsehproduktionen gearbeitet und sind zudem weltweit auf Festivals aufgetreten.

Lyudmila Minnibaeva, 1. Violine
Yihua Jin-Mengel, 2. Violine
Alla Rutter, Viola
Andreas Grünkorn, Violoncello

Tickets: 28 Euro, Mitglieder Kulturkreis 25 Euro, ermäßigt 14 Euro

SA 10. Oktober 19:30
Königsmarcksaal, Stade
Konzerteinführung 18:45



                                           
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